Absaugung von Holzspänen und Holzstaub | Kärcher

MANUELLE ABSAUGUNG VON HOLZSPÄNEN UND HOLZSTAUB

Sägen, Bohren, Schleifen: Bei der Be- und Verarbeitung von Holz fällt neben Spänen auch feiner Holzstaub an. Letzterer kann zu Beeinträchtigungen der Atemwege und der Haut oder zu Allergien führen und im schlimmsten Fall Krebs verursachen. Zudem besteht die Gefahr, dass Holzstäube mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden. Um ein weitgehend staubfreies und gefahrenloses Arbeiten zu ermöglichen, ist jederzeit für die fachgerechte Absaugung von Holzspänen und Holzstaub zu sorgen. Dabei werden Industriesauger und Entstauber eingesetzt, die insbesondere in ihrer Filterleistung auf den jeweiligen Anwendungsbereich abgestimmt sind.

eine Person reinigt mit einem Kärcher Sauger den Fußboden in einer Werkstatt

Achtung Explosionsgefahr!

Holzstaub gehört zu den brennbaren Stäuben und bildet mit Luftsauerstoff ein explosionsfähiges Gemisch. Als Zündquelle kann eine heiße Oberfläche oder ein Funkenschlag, zum Beispiel beim Ziehen eines Steckers, ausreichen. Eine weitere Gefahrenquelle ist statische Elektrizität durch Reibung oder Bewegung, bei deren Entladung ebenfalls ein Funke entstehen kann. Entscheidend für die Explosionsfähigkeit ist neben der Zündquelle die Holzstaubkonzentration in der Luft. Das Problem: Die Staubdichte kann zeitlich stark variieren. Abgesetzter Staub, der aufgewirbelt wird, kann in Sekundenschnelle eine explosionsfähige Atmosphäre zur Folge haben.

Kärcher: Baustaub entfernen

Baustaub entfernen

Schlechte Sicht oder unbrauchbare Arbeitsgeräte sind nur einige der Folgen einer erhöhten Staubentwicklung am Arbeitsplatz. Neben diesen Sicherheitsaspekten wird die gesundheitliche Gefahr von Baustaub oftmals unterschätzt. Die Folgen reichen von Reizungen und Entzündungen der Atemwege über chronische Lungenerkrankungen bis hin zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen. Durch das professionelle Absaugen und Entfernen von Baustaub kann effektiv für eine staubsichere Umgebung gesorgt werden.

eine Person in weißer Schutzkleidung reinigt mit einem Kärcher Sauger Rückstände auf dem Boden einer sanierten Wohnung

Asbest entfernen

Asbest wurde über Jahrzehnte tonnenweise in der Baubranche verwendet. Bereits seit Anfang der 1990er-Jahre sind die Herstellung, der Verkauf und die Verwendung für den Wohnungsbau aufgrund seiner krebserregenden Eigenschaft in Deutschland und der Schweiz verboten, in vielen Ländern traten in der Folge ähnliche Regelungen in Kraft. Trotzdem stellt der Gefahrstoff Fachbetriebe noch heute vor Herausforderungen, denn bei Renovierungs- oder Abrissarbeiten von Altbauten tritt häufig asbesthaltiges Material zutage. Wie Asbest entfernt werden kann und welche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen sind, erfahren Sie hier.

Eine Person reinigt den Boden einer Werkstatt mit einem Kärcher Sicherheitssauger

Entstauber entfernen Holzstaub direkt bei der Entstehung

Ortsveränderliche Entstauber werden zum sofortigen Absaugen von Staubemissionen während der Arbeit eingesetzt: entweder direkt per Saugschlauch an das Bearbeitungsgerät angeschlossen oder mit der Saugöffnung im Bereich der Staubentwicklung positioniert. Sie besitzen eine Warnvorrichtung, die anzeigt, wenn der Mindestvolumenstrom unterschritten wird. Außerdem verfügen sie in der Regel über eine Gerätesteckdose für die Holzbearbeitungsmaschine (Ein- und Ausschaltautomatik).

 

Industriesauger für die Reinigung der Oberflächen

Industriesauger sind mit einem Sauggeschirr aus Düse und Schlauch ausgestattet und eignen sich zur Absaugung für Holzspäne auf Oberflächen, etwa zur Reinigung von Werkzeugen oder des Arbeitsbereiches. Mit Industriesaugern dürfen keine handgeführten Elektrowerkzeuge abgesaugt werden, da die entsprechende Warneinrichtung fehlt.

Ein Hand am Filter von Kärcher

Filterleistung ist entscheidend

Die Filterleistung der angewendeten Geräte spielt eine entscheidende Rolle, um die vorgegebene Staubklasse zu erfüllen, beziehungsweise den damit verbundenen Grenzwert der Staubkonzentration am Arbeitsplatz nicht zu überschreiten.

In einem holzverarbeitenden Betrieb sollten mindestens Sauger der Klasse M verwendet werden. Die Filterleistung orientiert sich hier an einem Arbeitsplatz-Grenzwert von 0,1 bis 1 Milligramm pro Kubikmeter Luft und weist eine Durchlässigkeit von unter 0,1 Prozent auf. Die Sauger sind mit einer Papier- oder Vliesfiltertüte mit Verschlussschieber und einem Entsorgungsbeutel aus Polyethylen ausgestattet, damit auch die Entnahme aus dem Gerät staubminimiert erfolgt.

Besonders gut geeignet für die Absaugung von Holzspänen und -stäuben sind Kerzenfilter. Die nebeneinander angeordneten Stoffkerzen nehmen nicht nur große Mengen an Holzstaub auf. Sie sorgen auch dafür, dass der Filter beim Aufsaugen von langen Fasern nicht blockiert. Ein Vorteil gegenüber den gängigen Flachfaltenfiltern liegt darin, dass sie durch den größeren Abstand zwischen den Kerzen und die hohe Beweglichkeit dieser besser durch die Filterabreinigung (TACT) abgereinigt werden können.

Liegt der Arbeitsplatz-Grenzwert unter 0,1 Milligramm je Kubikmeter Luft, muss ein entsprechendes Gerät der Klasse H eingesetzt werden, um die hohe Filterleistung von unter 0,005 Prozent Durchlässigkeit zu gewährleisten. Selbstverständlich muss auch hier die Entsorgung des aufgesaugten Materials absolut staubfrei erfolgen. Daher sind diese Sauger mit einem so genannten Sicherheitsfiltersack und einem Hauptfilter der Klasse H, bestehend aus Glasfaser, ausgerüstet. Er verfügt über eine Kunststoffhülle, die über den Sack gezogen und anschließend verschlossen wird.

Damit gereinigte Luft in Arbeitsräume zurückgeführt werden kann (Luftrückführung), verfügen viele Geräte zusätzlich über einen Papier-Flachfaltenfilter oder einen Flachfaltenfilter aus Polyester-Vlies zur Reinigung der Abluft aus dem Sauger.

Tipp – Absaugtisch benutzen:

Die Arbeit mit einigen Schleifmaschinen wie Handbandschleifer, Exzenterschleifer und Schwingschleifer sollte zusätzlich zur Maschinenabsaugung immer an einem Absaugtisch durchgeführt werden.

Eine Person saugt die Oberfläche einer Sägebank

Absaugung für Holzspäne von Oberflächen

Abgesetzter Holzstaub, der wieder aufgewirbelt wird, kann nicht nur schädlich für die Atemwege sein, sondern auch ein explosionsfähiges Staub-Luft-Gemisch bilden. Daher sollten alle Oberflächen des Arbeitsbereiches, inklusive Geräte, Maschinen und Material, gründlich zwischen- und endgereinigt werden. Für die Absaugung von Holzspänen und -staub bieten sich Industriesauger der Staubklassen M und H an, beziehungsweise Industriesauger oder Kombi-Geräte mit dem Prüfzeichen H2 oder H3, die ein ATEX-Zertifikat für die Gefahrenzone 22 besitzen. Die Zone 22 weist einen Arbeitsbereich aus, in dem bei Normalbetrieb nicht damit zu rechnen ist, dass eine explosionsfähige Atmosphäre durch brennbaren Staub entsteht, diese aber dennoch kurzzeitig auftreten kann.

Das Zubehör des verwendeten Industriesaugers sollte auf den jeweiligen Anwendungszweck hin optimiert sein. Bei der Wahl des geeigneten Sauggeschirrs ist der Durchmesser und die Länge des Saugschlauchs zu beachten. Für Holzspäne und gröberes Material oder beim Einsatz von breiteren Bodendüsen (ab ca. 30 Zentimeter) empfiehlt sich beispielsweise die Verwendung eines Saugschlauchs mit einem Innendurchmesser von mindestens 35 Millimeter.

Achtung: Arbeitsbereich bei der Holzstaubabsaugung nicht mit Druckluftpistolen abblasen oder mit Besen kehren. Dadurch steigt die Staubkonzentration in der Luft.

Eine Person saugt Metallspäne von einer Maschine

Metallspäne manuell saugen

Wo Metall bearbeitet wird, da fallen Späne – sowohl in der automatisierten Fertigung in der Automobilindustrie als auch an Arbeitsplätzen zur manuellen Metallbearbeitung oder in CNC-Bearbeitungszentren. Die groben Metallspäne können auf Dauer zu Schäden an den teuren Fertigungsmaschinen oder zu einer unzureichenden Produktqualität führen. In Verbindung mit Kühlmittelresten besteht die Gefahr von rutschigen Böden. Um Arbeitssicherheit zu schaffen und den Wert der Produktionsinfrastruktur zu erhalten, empfiehlt sich die regelmäßige Absaugung der Metallspäne aus dem Arbeitsumfeld. Der eingesetzte Sauger oder die Absauganlage sollten für Metallstaub geeignet sein und, je nach Anwendung, über die passende Ausstattung und vor allem das passende Zubehör verfügen, um eine schnelle und gründliche Reinigung zu ermöglichen.