Geflügelpest: Hygiene schützt

Die durch das Influenzavirus verursachte Geflügelpest ist hoch ansteckend und bedeutet für Geflügelhalter bei einem Ausbruch im eigenen Tierbestand hohe wirtschaftliche Verluste. Mit strenger Biosicherheit und penibler Reinigung kann der Krankheit jedoch vorgebeugt werden.

Geflügelpest vorbeugen
Information

Vorschriften zur Biosicherheit einhalten

Meist ist schon viel erreicht, wenn Geflügelhalter sich streng an die Vorschriften zur Biosicherheit halten. Ein wichtiger Ansprechpartner für die Details der Umsetzung ist der Tierarzt.

Viele Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest haben mit der Organisation des Betriebs zu tun: Wer hat Zugang zum Gelände und zu den Ställen, wo dürfen Fahrzeuge fahren, halten und laden oder abladen, wo und wie werden Futter und Betriebsmittel gelagert, gilt ab Bekanntwerden erster Fälle von Geflügelpest Stallpflicht? Und auf welche Weise wird die Einhaltung der Regeln erreicht: schriftliche Pläne, Anweisungen und Kontrolle durch Vorgesetze, Zäune, Türen und Tore, Kameras, Sicherheitspersonal? Hier finden sich überall Ansatzpunkte, um die Einhaltung von Zugangs- und Hygienevorschriften sicherzustellen.

Bester Schutz vor Geflügelpest: Hygiene

Ein entscheidender Aspekt der Hygiene ist die Reinigung. Hier kommt es darauf an, die wirkungsvollsten Methoden für den jeweiligen Einsatz zu kennen und anzuwenden. Dazu gehören ausreichende Häufigkeit beziehungsweise anlassbezogene Reinigungsroutinen, fachgerechte Vorgehensweise und – auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht wichtig – effiziente Geräte.

Saubere Stallumgebung

Tipp 1 – Ver- und Entsorgung des Betriebs:

Im Idealfall geschieht die gesamte Ver- und Entsorgung des Betriebs – Anlieferung von Jungtieren, Futter und Betriebsmitteln ebenso wie die Abholung von Eiern, Schlachttieren und Kadavern – von außerhalb des Betriebsgeländes mithilfe von Rampen und Leitungsanschlüssen. In der Nähe der Belade- und Entladestellen sollten sich auch Anschlüsse für Heißwasser-Hochdruckreiniger befinden.

Tipp 2 – Zu- und Abfahrtswege für Fahrzeuge:

Falls Fahrzeuge auf das Hofgelände fahren müssen, empfiehlt es sich, die Zu- und Abfahrtswege zu trennen. Waschplätze und Desinfektionsschleusen können so effektiver genutzt werden.

Tipp 3 – Waschplätze:

Die Waschplätze sollten sich möglichst weit von den Ställen entfernt befinden. Berücksichtigen Sie zudem die vorherrschende Windrichtung, da auch Gischt und Sprühnebel das Virus und damit die Geflügelpest in den Stall tragen können.

Tipp 4 – routinemäßige Reinigung:

Wichtig ist auch die routinemäßige sowie anlassbezogene Reinigung der Außenanlagen. Auf den Hofflächen zwischen den Gebäuden entfernen Kehrmaschinen effektiver Staub und Schmutz als jeder Besen und erleichtern beziehungsweise verkürzen die Arbeit erheblich. Wo der Boden glatt genug ist, können auch im Außenbereich Nass-/Trockensauger eingesetzt werden. Ein gereinigter Hof bietet Wildvögeln kaum noch Anreiz zur Landung und dämmt damit ein wichtiges Infektionsrisiko deutlich ein.

Stallreinigung mit Kärcher Heißwasser-Hochdruckreiniger

Desinfektionsmatten an den Eingängen

Vor allen Eingängen sollten Desinfektionsmatten liegen.

Zum Schutz vor der Geflügelpest muss das Desinfektionsmittel regelmäßig erneuert und auch die Bereiche um die Matten herum müssen gereinigt werden.

Hygieneschleuse zwischen Stall und Außenwelt

Moderne Geflügelställe sind durch eine Hygieneschleuse von der Außenwelt abgeschirmt, wo alle Stallbesucher duschen und die Kleidung wechseln, bevor sie in den Stall selbst eintreten. Die Schleusen können ihre Funktion nur erfüllen, wenn besonders der innere Bereich (der sogenannte Weiß-Bereich) sauber gehalten wird.

Reinigung: erst weißer, dann schwarzer Bereich

Im Weiß-Bereich stellen Dampfreiniger und Nass-/Trockensauger eine wirkungsvolle und zugleich zeitsparende Reinigung sicher. Neben Wänden, Böden und Duschräumen müssen auch Spinde sowie Schuhe gereinigt werden. Für den „schwarzen“ Umkleideraum, die Garderobe, die Verwaltungsecke und dergleichen haben sich Scheuersaugmaschinen bewährt, die mit Reinigungsmittel in kurzer Zeit ein gutes Ergebnis erzielen.

Reinigungs- und Arbeitswerkzeuge im Stall lassen

Reinigungs- und Arbeitswerkzeuge sowie Arbeitsschuhe sollten den Stall nicht verlassen. Nur die Arbeitskleidung darf im geschlossenen Behälter auf direktem Weg in die zentrale Waschmaschine. Bei größeren Mengen an Stallwäsche empfiehlt sich die Anschaffung einer separaten Maschine für die zumeist stark verschmutzte Stallkleidung.

Pictogramm Dokumentation

Dokumentation und Schulung von Maßnahmen gegen Geflügelpest

Es empfiehlt sich, die durch die effiziente Reinigung gesparte Zeit für die Kontrolle des Stalls auf Gebäudeschäden zu nutzen und diese auszubessern. Denn Risse, Spalten und Löcher sind Brutstätten für Bakterien und Viren und Einfallstore für Nagetiere und Insekten. Diese können ebenfalls Krankheitserreger einschleppen und müssen daher regelmäßig bekämpft werden.

Außerdem sollten Geflügelhalter alle Hygienemaßnahmen dokumentieren, um den Überblick zu behalten – und ihre Mitarbeiter über die Reinigungsroutinen unterrichten. Durch die Wahl von Reinigungsgeräten, die leicht zu bedienen sind, lässt sich bei der Schulung Zeit sparen.

Die genannten Maßnahmen senken nicht nur das Risiko, dass ein Bestand eines Tages eine Geflügelpestdiagnose bekommt – sie schützen die Tiere auch vor anderen Infektionskrankheiten.

Vorteile von Heißwasser-Hochdruckreinigern

Vorteile Heißwasser-Hochdruckreiniger

Mit Heißwasser reinigen Hochdruckreiniger bei gleichbleibendem Druck noch besser. Neben besseren Ergebnissen und einer schnelleren Reinigungs- und Trocknungszeit lässt sich beim Einsatz von Heißwasser-Hochdruckreinigern eine messbare Keimreduktion erreichen. Mithilfe der Dampfstufe können empfindliche Oberflächen sogar mit bis zu 155 °C schonend gereinigt werden. Darüber hinaus ermöglichen die Geräte eine Reduzierung des Arbeitsdrucks, des Zeiteinsatzes sowie der Menge einzusetzender Reinigungsmittel. Die Reinigung mit Heißwasser bietet dadurch einige Vorteile und verschiedene Möglichkeiten, den Reinigungsvorgang zu optimieren.

MEHR ERFAHREN