Sämtliche Details wurden berücksichtigt. An Herausforderungen mangelte es dabei nicht. Grabmäler, Fenstergesimse und Verzierungen wurden von Staub und Schmutz befreit, ebenso wie die Sitzbänke und Böden. Als knifflig erwies sich das Entfernen von Kerzenwachs auf dem empfindlichen Sandsteinboden rund um den Altarbereich. „Die Kirche ist mit Sensoren ausgestattet, die die Luftfeuchtigkeit zum Schutz der Tafelbilder Cranachs permanent messen und zu hohe Werte anzeigen würden“, erinnert sich Kärcher-Projektleiter Gerd Heidrich. „Statt mit viel Wasser zu schrubben, wurde das Wachs mit heissem Dampf gelöst und direkt abgesaugt.“ Momente, in denen sich das Team der hohen Verantwortung im Umgang mit den unwiederbringlichen Kunstschätzen besonders bewusst war.
Eher klassische Reinigungsaufgaben folgten auf dem Weg aus den altehrwürdigen Räumen heraus: Im Aussenbereich wurden Flechten und Moose am Sockel mit Hilfe eines Heisswasser-Hochdruckreinigers entfernt.
Nach einer Woche waren die Arbeiten abgeschlossen. Selbst lange Zeit verstaubte Blattgoldverzierungen an der Kanzelhaube erstrahlen im ursprünglichen Glanz, ebenso wie die Grabdenkmäler aus Alabaster. „Es war für uns wirklich etwas Besonderes, auf Luthers Spuren einen Beitrag dazu zu leisten, dass die Kirche auch in Zukunft für viele Besucherinnen und Besucher erhalten bleibt“, freut sich Heidrich über den Erfolg der Reinigungsaktion.






