Nie wieder putzen?

Staubsaugroboter sind schon lange in der Gegenwart angekommen und vernetzte Reinigungssysteme etablieren sich im Markt der Gebäudereiniger. Aber wie geht es weiter?

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In die Zukunft gedacht, lässt sich der nutzbare Datenpool deutlich ausweiten, um schlussendlich ein punktgenaues Cleaning on Demand zu realisieren. Der Clou dabei ist, sich sämtliche Daten in einem intelligenten Gebäude zunutze zu machen. Wettersensoren können Aufschluss darüber geben, ob beispielsweise durch starken Regen mehr Verschmutzung auftreten wird. Die Sensoren an den Aufzügen zeigen an, welche Stockwerke mehr frequentiert werden. Ein- und Auslogdaten von WLAN-Netzen oder schlicht der Outlook-Kalender geben Auskunft darüber, welche Büros oder Besprechungsräume genutzt werden. Irgendwann mag die Sensorik sogar so weit sein, Art und Grad der Verschmutzung direkt zu erkennen. Diese Liste ist beliebig fortsetzbar und zeigt auf, dass in der Auswahl und Auswertung relevanter Daten die Chance für deutlich präziseres Arbeiten liegt. Die Entwicklung geht weg davon, die Reinigungstiefe aus Kostengründen zu reduzieren, hin zu einer intelligenten, dynamischen Einsatzplanung. Darin liegen Wege zu neuen Geschäftsmodellen: Eine Basisreinigung könnte zum Grundtarif angeboten werden, durchdachtes Cleaning on Demand, auf das sich der Kunde verlassen kann, mit verschiedenen Tarifen in Rechnung gestellt – so wie es in anderen Branchen bereits üblich ist. Die digitale Steuerung bis hin zur Erfassung der Besucherzufriedenheit über Service-Panels schafft die nötige Transparenz gegenüber dem Gebäudeeigentümer, die erbrachte Leistung nachzuweisen und zu verrechnen.

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Also kommen die Reinigungsroboter nicht für einen grösseren Markt in Frage?

Für komplexere Einsatzbereiche wie die Büroreinigung mit vielen verstellten Flächen erreichen Reinigungsroboter, Stand heute, nicht die Effizienz einer professionellen Reinigungskraft. Es gibt jedoch zahlreiche Anwendungsbereiche, in denen der Einsatz eines Roboters mit den heute verfügbaren Technologien abbildbar und effizient ist. Wesentlich für uns sind 100 Prozent Funktionalität und Sicherheit, vor allem, wenn ein Einsatz mit Publikumsverkehr vorgesehen ist. Dies zu entwickeln, ist hinreichend komplex, denn die Sensorik beispielsweise muss eine Umgebungswahrnehmung gewährleisten, die kollisionsfreies Agieren ermöglicht. Auch, wenn beispielsweise in einem Supermarkt ein Regal umfällt oder ein Mensch im Weg steht. Die Herausforderung besteht in der intelligenten Verknüpfung der unterschiedlichen Technologien, was eine leistungsstarke Software erfordert.

Wie sieht denn Ihre Vision des perfekten Reinigungsroboters aus, und wo soll er zum Einsatz kommen?

Meine Vision ist, einen Reinigungsroboter zu haben, der ein Höchstmass an Autonomie erreicht und auf allen Flächen zu 100 Prozent sicher und wirtschaftlich einzusetzen ist. Das wäre der Durchbruch, den es zu schaffen gilt, in den nächsten drei bis fünf Jahren, und den heutige Lösungen noch nicht geschafft haben. Damit eröffnen wir vielfältige Einsatzmöglichkeiten auch dort, wo Publikumsverkehr herrscht.

Noch ein Stück weitergedacht – wird es intelligente Reinigungsroboter geben

Aus der Kombination von Digitalisierung, also der klugen Vernetzung von Daten, und Automatisierung, also der Robotik, kann natürlich sehr vieles resultieren. Ich denke aber, wir müssen in unserer Branche immer schauen, was unseren Kunden tatsächlich einen Mehrwert bringt, und unsere Lösungen auf deren Bedarf ausrichten. Dieses Leitprinzip gilt auch für intelligente Reinigungsroboter.

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