Also kommen die Reinigungsroboter nicht für einen grösseren Markt in Frage?
Für komplexere Einsatzbereiche wie die Büroreinigung mit vielen verstellten Flächen erreichen Reinigungsroboter, Stand heute, nicht die Effizienz einer professionellen Reinigungskraft. Es gibt jedoch zahlreiche Anwendungsbereiche, in denen der Einsatz eines Roboters mit den heute verfügbaren Technologien abbildbar und effizient ist. Wesentlich für uns sind 100 Prozent Funktionalität und Sicherheit, vor allem, wenn ein Einsatz mit Publikumsverkehr vorgesehen ist. Dies zu entwickeln, ist hinreichend komplex, denn die Sensorik beispielsweise muss eine Umgebungswahrnehmung gewährleisten, die kollisionsfreies Agieren ermöglicht. Auch, wenn beispielsweise in einem Supermarkt ein Regal umfällt oder ein Mensch im Weg steht. Die Herausforderung besteht in der intelligenten Verknüpfung der unterschiedlichen Technologien, was eine leistungsstarke Software erfordert.
Wie sieht denn Ihre Vision des perfekten Reinigungsroboters aus, und wo soll er zum Einsatz kommen?
Meine Vision ist, einen Reinigungsroboter zu haben, der ein Höchstmass an Autonomie erreicht und auf allen Flächen zu 100 Prozent sicher und wirtschaftlich einzusetzen ist. Das wäre der Durchbruch, den es zu schaffen gilt, in den nächsten drei bis fünf Jahren, und den heutige Lösungen noch nicht geschafft haben. Damit eröffnen wir vielfältige Einsatzmöglichkeiten auch dort, wo Publikumsverkehr herrscht.
Noch ein Stück weitergedacht – wird es intelligente Reinigungsroboter geben
Aus der Kombination von Digitalisierung, also der klugen Vernetzung von Daten, und Automatisierung, also der Robotik, kann natürlich sehr vieles resultieren. Ich denke aber, wir müssen in unserer Branche immer schauen, was unseren Kunden tatsächlich einen Mehrwert bringt, und unsere Lösungen auf deren Bedarf ausrichten. Dieses Leitprinzip gilt auch für intelligente Reinigungsroboter.