Zeichnung der Superlative

An einer Staumauer im französischen Jura hat der Künstler Klaus Dauven gemeinsam mit Kärcher und dem Energieunternehmen EDF (Électricité de France) eine Zeichnung im Grossformat geschaffen. Auf der 110 mal 430 Metern grossen Oberfläche des Staudamms von Vouglans ist ein sogenanntes Reverse Graffiti entstanden. Bei dieser Kunstform entsteht eine Zeichnung aus dem Kontrast von gereinigter und ungereinigter Fläche, also durch das gezielte Abtragen von Verschmutzungen. Das Bildmotiv: Die Silhouette einer Waldlandschaft.

Industriekletterer seilten sich ab und brachten Knetpunkte auf der Staumauer an

Um die Zeichnung auf den Staudamm zu bringen, seilten sich Industriekletterer von der Krone ab und brachten über 2'500 Klebepunkte aus einer biologischen Knetmasse auf der verschmutzten Oberfläche an.

Vermessungstechniker markierten die Punkte in der Wand mit Lasern

Unterstützt wurden sie von Vermessungstechnikern, die vom Boden aus die entsprechenden Stellen an der Wand mithilfe von Lasertechnik markierten.

Kletterer arbeiteten mit Hochdruckreinigern das Motiv aus dem Schmutz heraus

Nachdem alle Klebepunkte angebracht waren, seilten sich die Kletterer erneut ab und arbeiteten mit Hochdruckreinigern nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“ das Motiv aus dem Schmutz, bestehend aus Moos, Flechten und Pilzbewuchs, heraus.

Klaus Dauven, Künstler

“Ganz passend ist, dass nicht die komplette Oberfläche des Staudamms verschmutzt ist, sondern nur die zur Mitte hin abfallenden Bereiche. So nimmt die Waldsilhouette die Form des eigentlichen Tals an und es entsteht aus der Ferne betrachtet eine schöne Tiefenwirkung.”

Klaus Dauven, Künstler

Das Reverse Graffiti am Staudamm von Vouglans im Morgenlicht

Der Staudamm in der Morgenstimmung.

Klaus Dauven in Aktion am Staudamm

Um die Zeichnung auf den Staudamm zu bringen, seilte sich das Team von der Krone ab – hier im Vordergrund ist der Künstler in Aktion zu sehen.

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