Ein Leben für die grauen Riesen Thailands
Immer wenn die Elefanten das Wasser sehen, gibt es kein Halten mehr. Gerade eben ist die Gruppe noch entspannt und gemächlich im „Entenmarsch“ Richtung See getrottet, um dann urplötzlich die Böschung hinunterzutraben und sich ins kühle Nass zu stürzen. „Das Baden im See ist für unsere Schützlinge das absolute Highlight des Tages“, erklärt Somchat Changkarn. Bereits seit 17 Jahren arbeitet der Thailänder als Elefantenführer im Thai Elephant Conservation Center (TECC) in Lampang. Um es den Gästen des Centers leichter zu machen, nennt sich der 40-Jährige selbst Dang. Mittlerweile ist der zweifache Familienvater als Chef-Mahut angestellt und kümmert sich gemeinsam mit seinem Team um 111 Elefanten. Das Center liegt etwa 80 Kilometer südöstlich von der Provinzhauptstadt Chiang Mai entfernt im Norden Thailands. Zum Center gehört ein grosses, wildes Areal mit dichten Wäldern und sanften, grünen Hügeln, einer Aufzuchtstation inklusive Elefantenkrankenhaus, einem Besucherzentrum und einer Schule für Mahuts.
Mahuts sind ausgebildete Elefantenführer, die in der Lage sind, die grauen Riesen mit einfachen Kommandos, Gesten und Berührungen zu führen. „Niemand sonst kennt sich so gut mit Elefanten aus wie ein erfahrener Mahut“, erklärt Dang. „Wir können anhand der Körpersprache genau ablesen, wie sich ein Tier gerade fühlt und was es benötigt. Auch wenn es an der Zeit für ein erfrischendes Bad im See ist, deuten die Elefanten dies an. Sie werden unruhig und machen uns dadurch klar, dass sie nun zum Wasser wollen.“
















