Sportlich geht es für die Reinigungsteams an Flughäfen zu, wenn ein Flieger zur Reinigung freigegeben ist. So auch bei der Losch Airport Service Stuttgart GmbH. Bei einem Airbus 320 steigen sechs Mitarbeiter am hinteren Eingang ein. Vier von ihnen bereiten den Müll im Passagierraum zum Einsammeln vor und legen die Gurte auf die Sitze. Ein Mitarbeiter reinigt derweil die Küche, einer die Toiletten hinten. Sind diese Arbeiten erledigt, übernimmt ein Kollege das Staubsaugen mit einem Akku-Staubsauger, zwei wischen die Tische ab, einer sammelt den Müll ein und einer reinigt die Toiletten vorne. All das muss in 15 Minuten erledigt sein – wenn es ungünstig läuft, parallel zu den Arbeiten des Cateringteams oder der Crew. Auch Zusatzaufgaben wie das Auffüllen der Ersatzmaterialien in den Toiletten oder der Airline-Magazine in den Sitztaschen wollen in dieser Zeit erledigt sein.
Nachts, wenn die Flugzeuge stehen, geht es etwas entspannter zu. Dafür sind dann aber auch Seitenwände, Fenster und Handgepäckablagen zu reinigen. Für die Aussenreinigung gilt es, die Flugzeuge vorzubereiten – zahlreiche Anschlüsse müssen abgeklebt oder verschlossen werden, damit kein Wasser eindringt. Dann geht es wie bei der Autowäsche mit Schaum dem Schmutz an den Kragen, entweder in einer Waschhalle oder an eigenen Waschplätzen.