Weltweiter Wohlfühlfaktor: Ein sauberes Zuhause

Wer vorzugsweise auf Mopp und Besen setzt, lieber dem Saugroboter vertraut und warum den Japanern eine Putzzeit von knapp eineinhalb Stunden pro Woche ausreicht, erklärt die Studie beim genaueren Hinschauen.

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Etwas mehr als zwei Stunden wöchentlich putzt die Welt.

Ob dabei auf Mopp und Besen gesetzt, gerne mit Dampf gereinigt oder die Hausarbeit lieber an den Saugroboter abgegeben wird, ist weltweit unterschiedlich. Im „Warum“ sind sich aber alle einig: 94 % der Befragten ist ein sauberes Zuhause wichtig.

Mit 99 % übernehmen die Brasilianer dabei deutlich die Führung, die Deutschen liegen genau im Durchschnitt – und in US-amerikanischen Haushalten wird Staub und Flusen schon einmal mit bis zu vier verschiedenen Saugern zu Leibe gerückt. Diese und noch mehr interessante Erkenntnisse zeigt die „Kärcher Reinigungsstudie 2018“.

Das heisst, in japanischen Häusern finden sich, ähnlich wie in den USA, überwiegend grosszügige Wohnküchen?

Kenji Asaki: Ja, der Trend geht dazu, dass Wohn- und Essbereich sowie Küche ein grosses Zimmer bilden. So ist dieses auch am meisten frequentiert und steht beim Hausputz an erster Stelle. Beim traditionellen ‚Year-end cleaning‘, das in Japan noch sehr verbreitet ist, fangen wir ebenfalls in der Küche an. Aber auch das Badezimmer steht weit oben auf der To-do-Liste das ganze Jahr über.

In Japan zieht man gewohnheitsmässig die Schuhe aus – was unterscheidet das japanische Putzverhalten noch von dem anderer Länder?

Kenji Asaki: Ich denke, dieser Fakt beeinflusst das Putzverhalten insofern, dass unsere Böden kaum mit Sand oder Schlamm verschmutzt sind. Dazu kommt, dass wir auch ausserhalb unseres eigenen Haushaltes stark auf Sauberkeit achten: Müll auf die Strasse zu werfen, würde kaum jemanden in den Sinn kommen. Zudem hat der Akt des Putzens eine moralische Seite: Es geht nicht nur darum, dass es sauber ist – Sauberkeit ist auch Teil der Erziehung. So ist etwa das Putzen von Klassenräumen in der Schule ein Bestandteil der Schulordnung.

Wie ist das in den USA – stimmt es, dass bei Ihnen nicht an Geräten gespart wird?

Dan Hayes: Der typische US-Haushalt spielt sich auf mehreren Etagen ab. So ist es auch nicht ungewöhnlich, dass wir nicht einen oder zwei, sondern bis zu vier verschiedene Staubsauger besitzen. Für jede Etage sowie für die unterschiedlichen Anforderungen – sei es ein Saugroboter für die tägliche Reinigung oder Geräte für die nasse und trockene Teppichreinigung. Diese Sprühextraktionsgeräte zur Tiefenreinigung von Teppichen stehen übrigens an dritter Stelle der beliebtesten Reinigungsgeräte in den USA. Da unsere Häuser in der Regel relativ gross sind, haben wir zur Aufbewahrung der vielen Geräte auch genügend Stauraum.

AKJP

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