Richtig Gas geben
Manche Routinen gehen so in Fleisch und Blut über, dass man sie überhaupt nicht mehr wahrnimmt: im richtigen Moment Gas geben, abbremsen, voll beschleunigen, bloss nicht die Balance oder gar die Nerven verlieren … Seit Vanessa Helpert denken kann, ist Motocross ein Teil von ihr. Am anstrengendsten, aber auch besonders spektakulär sind die Sprünge. „Man muss geistig und körperlich immer zu hundert Prozent da sein, jeder Muskel ist aktiv“, sagt die begeisterte Sportlerin. Vanessa ist drei Jahre alt, als sie zum ersten Mal auf einem Motorrad sitzt. Während ihre Altersgenossen das Radfahren üben, fährt die gebürtige Esslingerin bereits regelmässig Rennen. Mit sechs tritt sie beim Supercross in Stuttgart an – gegen acht Jungs, die teils zwei Jahre älter sind. Das Publikum in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle steht Kopf, als sie furchtlos die Kurven entlangjagt.
Vanessa ist fortan nicht mehr zu bremsen, die Meisterschaften mehren sich. An zwei Tagen in der Woche kann sie während der Schulzeit trainieren. Ihre Runden dreht sie meist auf der Rennstrecke in Rudersberg im Rems-Murr-Kreis, ihrer Leidenschaft geht sie aber auch auf anderen Strecken nach. Bis heute nutzt sie jede freie Minute für den Sport. „Ich habe einfach Benzin im Blut und bin total fasziniert von Fahrzeugen“, lacht sie. Ihre Eltern erkennen früh, dass es für den sicheren Spass auf der Rennpiste neben fahrerischem Können vor allem auch auf körperliche Fitness ankommt.































