Kehren statt rauchen
Eigentlich war der Impuls lange schon gesetzt, bevor Ulrich Sukup seinen Traumberuf ergriff. "Turmspenglerei", sagte sein Vater bereits recht früh, "das musst du machen." Wohlgemerkt zu einer Zeit, als Industrieklettern noch in den Kinderschuhen steckte und solche Arbeiten nur einer kleinen Gruppe Osttiroler "Kirchturmkraxler", wie der Beruf im Dialekt bis heute gerne genannt wird, vorbehalten war. So kam es, dass Sukup nach seinem Studium der Medienpsychologie zunächst einmal Werbung machte, bei einer grossen Agentur, für Tabakwaren.
"Das war schon komisch, als Nichtraucher Ideen für Zigarettenwerbung zu entwickeln." Das ging einige Zeit gut, doch richtig angekommen ist Ulrich Sukup in dieser Welt nie. Mit Ende 20 stand er eines Tages in der Kaffeeküche, wieder mit diesem suchenden Gefühl im Bauch, und entdeckte vor dem Fenster einen Strassenkehrer. "Der macht sinnvolle Arbeit, habe ich mir gedacht, und damit war der Entschluss gefasst, etwas zu ändern."










