EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN EINES GUTEN LEBENS.

Familie und Freunde, Bildung, Gesundheit und Wohlstand: Der World Happiness Report zeigt in seiner Untersuchung in 155 Ländern, dass Unterschiede in diesen Bereichen das Glücksempfinden massgeblich beeinflussen. Auf einen weiteren, bisher eher versteckten Faktor macht die PNAS*-Studie "Buying Time promotes Happiness" aufmerksam: die Zeit. Denn erst wer Zeit hat, kann sie sich nehmen, um Dinge zu tun, die glücklich machen. Ob man sich nun einen Babysitter leistet, eine Reinigungskraft oder das geeignete Equipment, um Garten- und Hausarbeit schnell und komfortabel zu erledigen, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

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Wie hängen Glück und Zeit zusammen?

Diese Frage lässt sich auf vielfältige Weise beantworten. Ich greife drei Perspektiven heraus.

Zum Thema Zeit im Sinne des Lebensalters lässt sich sagen, dass wir uns im Grunde auf das Alter freuen können. Es gibt so etwas wie eine Midlife- Crisis, das heisst, in der Jugend und im jungen Erwachsenen-Alter ist das Glücksniveau bei den meisten Menschen im Mittel etwas höher als mit Ende 40, Anfang 50. Im Laufe der 50er steigt das Niveau wieder deutlich an, viele erleben einen Glücksgipfel in den 60ern und frühen 70ern – solange die körperliche Gesundheit einigermaßen mitspielt.

Eine andere Perspektive ist die des persönlichen Erlebens. Da gibt es eine recht einfache Antwort. Wenn wir so vertieft in eine Tätigkeit sind, dass wir die Zeit um uns herum komplett vergessen, also in den "Flow" kommen – das macht nachweislich glücklich. Streng genommen allerdings erst in der Rückschau, denn im Moment des Tuns ist man quasi gar nicht da. Aber wenn wir wieder bei uns sind und wahrnehmen, dass wir uns eine Zeit lang selbst vergessen haben – das gibt einen Glückskick.

Schliesslich lohnt ein Blick auf das konkrete Tun, also auf die Frage, womit wir unsere Zeit verbringen. Hier konnten die Positive Psychologie und die Verhaltensökonomie über die letzten Jahrzehnte einige eindeutige Empfehlungen herausarbeiten: Es ist wichtig, sich Zeit nehmen zu können, um sich selbst Gutes zu tun. Einer der stärksten Glückstreiber ist leichter Ausdauersport, am besten im Freien. Wenn man den Effekt in Pillen verarbeiten könnte, wäre das ein recht wirksames Antidepressivum. Sich in Meditation zu üben, ist ebenfalls nachweislich glücksfördernd. Etwas breiter geschaut, sollten wir so viel Zeit wie möglich mit echten Freunden und der Familie verbringen. Wir sollten uns Tätigkeiten widmen, die uns mit Sinn erfüllen. Das passiert verlässlich beispielsweise dann, wenn wir unsere Schaffenskraft in den Dienst anderer Menschen stellen. Wir sollten uns mit Tätigkeiten beschäftigen, die nah an unseren ureigenen Stärken liegen. Wie erkennen wir das? Wenn wir beispielsweise merken, dass wir uns einem neuen Thema widmen und aussergewöhnlich schnell sehr viel lernen: unbedingt dranbleiben. All das sind heisse Glücks und auch Erfolgskandidaten.

Pressure Washer

Was hat all das aus Ihrer Sicht mit Kärcher zu tun?

Hier muss ich mich outen: Ich arbeite weder in unserem Haus, noch in unserem riesigen Garten. Ich habe zwei linke Hände, es bereitet mir auch keine Freude. Meine Frau macht vieles selbst, ansonsten beauftragen wir Handwerker oder Dienstleister. Das hängt eng mit der vorigen Frage zusammen: Wofür investiere ich meine Zeit, wo opfere ich Geld, um Zeit für anderes zu haben?

Aber: Ich kann mir wunderbar vorstellen, dass der Vorgang des Kärcherns ein idealer Nährboden für einen "Flow" ist, also diese besondere Gefühl des vollständigen Aufgehens in einer Tätigkeit – wenn man der entsprechenden Tätigkeit grundsätzlich zugeneigt ist. Flow entsteht nur unter ganz bestimmten Bedingungen: Dazu gehört, dass man ein klares Ziel hat, ohne Ablenkung mit einem vernünftigen Werkzeug arbeiten kann und den Fortschritt des eigenen Tuns jederzeit wahrnimmt. Wenn man es schafft, beim Kärchern in diesen Tunnel zu kommen – dann kann ein Hochdruckreiniger Teil vom Glück sein.

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Happiness Report

* Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America

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