Prinzipiell gilt bei der Schnitthöhe des Rasens: nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang. Das klingt schwammig, aber es hängt in der Tat von einigen Faktoren ab, wie kurz oder lang der Rasen gemäht werden sollte. Ein zu kurzer Schnitt schadet dem Rasen und sogar den Graswurzeln – vor allem in der trockenen und heißen Jahreszeit. Die Folge sind dann braune Stellen. Anders ausgedrückt: (Zu) viel direkte Sonneneinstrahlung ist Gift! Ist der Rasen zu kurz, leidet er stark unter der Sonneneinstrahlung und verliert an Kraft. Infolgedessen kann es passieren, dass sich Unkräuter ausbreiten und nach und nach den Rasen verdrängen. Dies kann wiederum auch bei zu langem Gras geschehen. Für eine optimale Schnitthöhe des Rasens können Rasenmäher manuell auf verschiedene Schnitthöhen verstellt werden.
In diesem Zusammenhang sind die Ein-Drittel-Regel bzw. der sogenannte Vegetationspunkt von Bedeutung. Dieser befindet sich in etwa auf halber Höhe eines Grashalms. Mäht man mehr ab, dauert es relativ lange, bis sich die Triebe davon erholt haben – gesundes Graswachstum ist kaum möglich, zumal dem gemähten Rasen auch die erhöhte Sonneneinstrahlung zu schaffen macht. Was heißt das konkret? Ein Rasen sollte immer nur um ein Drittel seiner aktuellen Aufwuchshöhe gekürzt werden. Das heißt: zwei Drittel bleiben stehen, was idealerweise der jeweils empfohlenen Schnitthöhe entspricht. Angenommen, man verreist und der Rasen wächst in dieser Zeit 15 Zentimeter, dann sollte man ihn nur um etwa 5 Zentimeter, also nicht kürzer als 10 bis 11 Zentimeter trimmen. Der Expertentipp lautet: Für einen gesunden Rasen pro Einsatz lieber ein bisschen weniger mähen, dafür regelmäßig, und Wetter sowie Zustand der Grashalme berücksichtigen.
Ein Trick für eine gleichmäßige Rasenschnitthöhe: Nicht die ungemähten Rasenflächen betreten, da die Grashalme sonst umknicken und sich nicht sofort wieder aufrichten.