Die Unterhaltsreinigung im Alltag findet unter Zeitdruck statt – umso wichtiger ist systematisches Vorgehen, um für den Gast das nötige Wohlfühlen zu schaffen. Üblicherweise werden zunächst die Betten frisch bezogen, bevor die Oberflächen im Zimmer sowie das Bad gereinigt werden. Dabei kommen zwei Arbeitstechniken zum Einsatz: Die Farbmethode hilft dabei, keine Verunreinigungen von einem zum nächsten Einsatzort zu verschleppen: Blau verwendet man für Oberflächen, Gelb für den Sanitärbereich (Waschbecken und Dusche), Rot für Urinal und Toilette, Grün für besondere Einsätze, beispielsweise die Desinfektion.
Die zweite, hilfreiche Arbeitstechnik ist die 16-fach-Tuchfaltmethode, die für den Anwender von der Handhabung deutlich ergonomischer ist als das Hantieren mit schweren, mit Wasser gefüllten Eimern. Das Reinigungstuch wird dreimal jeweils zur Hälfte gefaltet (einmal nach unten und zweimal zur Seite), so dass insgesamt 16 Seiten entstehen. In einem Eimer wird eine genau definierte Menge gefaltete Tücher mit einer vorgegebenen Menge Reinigungsmittel getränkt. Sie saugen sich voll und sind einsatzbereit. Nun wischt man jede Oberfläche mit einer frischen Seite ab. Hat man jede Seite benutzt, wirft man das Tuch ab und verwendet ein neues. Nach der Reinigung der Oberflächen können Kontaktflächen zusätzlich desinfiziert werden.
Als Bodenbelag ist in Hotelzimmern häufig Teppich anzutreffen, der mit einem Teppichbürstsauger schnell und effektiv gereinigt werden kann. Kleine Flecken lassen sich mit einem Fleckendetachourmittel beseitigen. Dabei ist lediglich wichtig, von außen nach innen zu arbeiten, um den Fleck nicht zu verteilen. Ist ein Zimmer ein paar Tage nicht belegt, kann auch das Sprühextraktionsverfahren genutzt werden, um Flecken zu entfernen. Die Trocknungsdauer beträgt dabei allerdings sechs bis acht Stunden.