Kontrollieren und verbessern
Auch eine kleine Kindertagesstätte kann ein einfaches Qualitätsmanagement etablieren, um die Wirksamkeit des Hygienekonzepts zu kontrollieren. Eine unkomplizierte Maßnahme ist die Pflege eines Reinigungsprotokolls, das erfasst, wann welche Arbeiten erledigt wurden und welche Aufgaben gegebenenfalls nicht ausgeführt werden konnten. Zusätzlich kann überprüft werden, ob das Ziel der Reinigung erreicht wurde. Mit einem ATP-Test lässt sich beispielsweise feststellen, ob die Oberfläche dem gewünschten Hygienestandard entspricht. Der Test misst die Menge an Adenosintriphosphat, welches von Menschen, Tieren und anderen Lebewesen hinterlassen wird.
Stellt sich heraus, dass Oberflächen aufgrund von Zeitmangel nicht gründlich oder umfassend genug gereinigt werden können, so kann das Hygienekonzept optimiert werden. Die Böden in Spielzimmer und Turnhalle beispielsweise müssen zwingend gereinigt werden. Hingegen sind die Böden in den Sanitäreinrichtungen oder im Eingangsbereich nicht hygienekritisch, da sie nur mit Schuhen in Kontakt kommen. Fensterflächen, die berührt werden, desinfizierend zu reinigen ist notwendig – die großflächige Reinigung von Fenstern und Glasfronten am Gebäude hingegen duldet Aufschub. So lässt sich Schritt für Schritt im Alltag das Konzept an die tatsächlichen Gegebenheiten und Möglichkeiten anpassen, um Sauberkeit und Sicherheit für alle zu schaffen.