Folgenschwere Tierseuchen
Tierseuchen, die meist direkt über Wildtiere oder indirekt über Transport- oder Futtermittel übertragen werden, können verheerende wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen für Tier und Mensch haben. Der Ausbruch einer Seuche kann den Erhalt der Tierbestände gefährden, und in manchen Fällen kann die Krankheit auch auf den Menschen übertragen werden. Durch die richtige Reinigung im Betrieb können Landwirte einen wichtigen Beitrag leisten, um ihre Bestände zu schützen und einer Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen.
Schwere Virusinfektionen bei Tieren wie etwa die Afrikanische Schweinepest, die ausschließlich Wild- und Hausschweine betrifft, sind für die Tiere tödlich. Auch die Geflügelpest – oder Vogelgrippe, aviäre Influenza und hochpathogene Influenzavirus-Infektion genannt – ist sehr ansteckend und nimmt meistens einen tödlichen Verlauf. Ist sie erst einmal ausgebrochen, bedeutet dies die Notschlachtung der Tiere und entsprechende wirtschaftliche Verluste für den Halter. Aufgrund der hohen Mutationsrate und des Mangels an in der Praxis anwendbaren Impfstoffen ist auch die Gefahr eines Überspringens des Virus auf Menschen stets präsent. Eine der weltweit wirtschaftlich folgenschwersten Tierseuchen ist die Maul- und Klauenseuche (MKS). Die hoch ansteckende Infektionskrankheit befällt vor allem Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen. Gefürchtet sind besonders die Folgeschäden der MKS, daher ist eine wirkungsvolle Vorbeugung für den Erhalt der Tierbestände unerlässlich. Bei all den genannten Erkrankungen handelt es sich um meldepflichtige Tierseuchen.


































