Böden: (scheuer)saugen und bei Bedarf mit Hochdruck reinigen
Nass-/Trockensauger sind von Baustellen nicht wegzudenken. Bei jeder Bauendreinigung sind Staub und Wasser- bzw. Flüssigkeitsrückstände zu beseitigen. Mit einem Kombinationssauger ist das komfortabel und effizient lösbar. Die Sauger müssen für die jeweilige Staub- bzw. Reinheitsklasse zertifiziert sein. Nach Bedarf sind Spezialsauger, zum Beispiel für explosive Stäube, einzusetzen. In Deutschland etwa ist eine Vielzahl der Stäube auf Baustellen in die Klasse „M“ eingestuft – somit sind überwiegend auch Sauger der Staubklasse „M“ erforderlich.
Seltener, aber möglich, ist der Einsatz von Kehrsaugmaschinen. Gerade auf Baustellen bietet sich aufgrund der erhöhten Staubthematik eine Kehrsaugmaschine vorzugsweise vor einer reinen Kehrmaschine an: Die Kehrsaugmaschine wirbelt während des Kehrvorgangs den Staub durch eine Kehrwalze auf, saugt den Schmutz mithilfe einer Saugturbine (Gebläse) auf und scheidet diesen in einem Filtersystem ab – der Staubanteil wird also während der Reinigung vermindert. Genau zu diesem Ziel bieten einige Hersteller zudem eine passgenaue Abdeckung aus einem PVC-beschichteten Leinengewebe an. Die Abdeckungsplane ist mit einem Klettverschluss über den gesamten vorderen Bereich der Kehrmaschine bis zu den Hinterrädern gespannt und sorgt so für noch weniger Staubaufwirbelungen. Für größere Flächen wie Industriehallen kann sich sogar der Einsatz einer kleinen Aufsitzmaschine lohnen.
Wenn der grobe Schmutz und die Staubschichten beseitigt sind, ist es für Hartbodenbeläge zu empfehlen, mit einer Scheuer- oder Scheuersaugmaschine nachzureinigen. Sie eignen sich besonders für die Entfernung von Zement- oder Gipsschleiern auf glatten Oberflächen. Das passende Modell sollte nach Bodenbelag und Raumgröße gewählt werden. Für Wohn- oder Büroräume eignet sich meist ein kleineres, kompaktes Modell, das leicht zu manövrieren ist und mit dem auch Flächen unter Heizkörpern gut zu erreichen sind.
Im Bereich der Scheuermaschinen ist die Einscheibenmaschine ein gängiges und gerne verwendetes Gerät. Sie kann aufgrund der Vielzahl an Zubehören wie Pads, Bürsten oder Zusatzgewichten für fast alle Arten der Reinigung und auf fast allen Bodenarten eingesetzt werden. Auch Scheuersaugmaschinen kommen bei der Bauendreinigung zum Einsatz: Sie arbeiten im Vergleich zum manuellen Wischen mit einer umfassenden Mechanik und reinigen dadurch deutlich effektiver. Mit einer so leistungsfähigen Maschine lassen sich auch hartnäckig angetrocknete Schmutzarten wie Farb- oder Mörtelspritzer und sogar Kleberrückstände entfernen. Zudem kommt der Anwender nicht mit der Schmutzflotte in Berührung, da stets frisches Wasser zugeführt wird. Die Schmutzflotte wird nach dem Reinigen direkt abgesaugt; so ist der Boden nach einer kürzeren Trocknungszeit wieder begehbar. Gerade für Holzböden ist ein Modell mit einer Absaugung direkt hinter der Walze oder Scheibe zu empfehlen, damit das Holz nicht zu lange der Nässe ausgesetzt wird.
Bei leichten Verschmutzungen genügt in der Regel die 1-Schritt-Methode, um den Boden zu reinigen. Nach Abschluss einer Baustelle sind aber häufig stärkere Schmutzablagerungen zu finden. In dem Fall ist das Reinigen in der 2-Schritt-Methode zu empfehlen – beispielsweise, um hartnäckige Zementschleier von einem Fliesenboden zu entfernen. In diesem Fall muss gründlich vorgewässert werden, damit sich die Fugen vollsaugen können, im Anschluss wird der entsprechende Reiniger aufgetragen. Nun kann entweder eine Einscheibenmaschine (zum Scheuern) sowie ein Nass-/Trockensauger (zum Absaugen) zum Einsatz kommen oder aber eine geeignete Scheuersaugmaschine.
Ist das Ergebnis final noch nicht zufriedenstellend, muss der Vorgang gegebenenfalls wiederholt werden. Sind die Reste des zementären Fugenmörtels in großer Menge vorhanden, lohnt es sich, vor der maschinellen Reinigung manuell mithilfe eines Spachtels vorzuarbeiten. Mit einem Kunststoffspachtel werden die umliegenden Fliesen geschont, es kann aber je nach Verschmutzungsgrad auch ein Metallspachtel notwendig sein – eine entsprechend vorsichtige Handhabung ist hier wichtig.
Welche Reinigungsmittel kommen bei der Bauendreinigung zum Einsatz?
Ob beim Scheuern mit anschließendem Absaugen oder beim Arbeiten mit einer Scheuersaugmaschine: Für die Reinigung der Beläge eignen sich eine ganze Reihe von Reinigungsmitteln – sie werden je nach Verschmutzungsgrad ausgewählt. Bei geringer Verschmutzung empfehlen sich tensidfreie Reinigungsmittel für Holzböden und Feinsteinzeugfliesen. Sind die Verschmutzungen stärker, kommen bei Feinsteinzeug auch sehr oft starke, säurehaltige Reinigungsmittel zum Einsatz, damit die Zementschleier zuverlässig entfernt werden können. Elastische Bodenbeläge wie PVC oder Linoleum können mit stark alkalischen Reinigern oder auch manchmal mit einer Säure behandelt werden. Das Problem des entstehenden Schaums ist in diesem Fall zweitrangig und kann mit Entschäumern behoben werden.