In der Lebensmittelindustrie entstehen Stäube oftmals als Nebeneffekt der Produktion, beispielsweise bei der Herstellung von Backwaren, wenn Arbeitsflächen mit Mehl bestäubt oder Teiglinge portioniert und in die Kühlung gebracht werden. Solange sich das Mehl im Sack befindet, ist es ungefährlich. Je nach Produktionscharge entsteht jedoch mehr oder weniger feiner Mehlstaub, der sich luftgetragen überall ausbreitet und ein unterschiedlich hohes Explosionsrisiko birgt.
Aus diesem Grund ist in großen Betrieben der Einsatz von ATEX-Industriesaugern zur Beseitigung des Feinstaubs verpflichtend. Die Definition der Explosionsgefahr nach ATEX (Atmosphères Explosibles), der europäischen Richtlinie zum Explosionsschutz, sieht bei vielen Anwendungsfällen Zone 22 vor. Das bedeutet, dass im Normalbetrieb eine explosionsfähige Atmosphäre entweder selten oder nur kurzzeitig auftritt. Geräte müssen für den Einsatz in ATEX-Zonen konzipiert und ihre Elektronik dicht verschlossen sein, sodass das Durchzünden explosiver Atmosphären zuverlässig verhindert wird.
Ist ein Bereich nicht als ATEX-Zone klassifiziert und dennoch staubig, können Industriesauger genutzt werden, die der Norm DIN EN 14460:2007-07 entsprechen. Dies bedeutet, dass eine etwaige Explosion im Inneren des Geräts bleibt und nach außen hin keine Gefahr darstellt.