Eine Putzfassade richtig reinigen | Kärcher

Putzfassaden professionell reinigen

Putzfassaden werden häufig verbaut und lassen in Oberflächenbeschaffenheit und Farbgebung viel Gestaltungsfreiheit. Damit die Fassade eine ansprechende Optik behält, empfehlen sich zusätzlich zur Erneuerung des Anstrichs regelmäßige Reinigungsmaßnahmen. Unsere Tipps und Tricks helfen dabei, die Putzfassade effizient und schonend zu reinigen.

Eine Person reinigt eine Putzfassade

Reinigung von Fassadenputz: Druck, Reinigungsmittel und Temperatur aufeinander abstimmen

Um eine Putzfassade gründlich zu reinigen, sollten passend zur Art und Intensität der Verschmutzung die Reinigungsparameter gewählt werden. Vor Beginn der Reinigung ist zu empfehlen, die richtige Kombination aus Druck, Reinigungsmittel und/oder Temperatur zu testen. So lassen sich Schäden vermeiden. Damit es nicht zu Farb- oder Materialabtrag kommt, sollte bei allen Putzvarianten nicht zu lange an einer Stelle gereinigt werden. Sogenannte Läufer, also Schmutzwasserspuren auf bereits sauberen Flächen, können durch das Arbeiten von oben nach unten vermieden werden.

Lose Staubpartikel sind mit dem Kaltwasser-Hochdruckreiniger sehr gut zu entfernen. Verstärken lässt sich die Reinigungsleistung durch ein Reinigungsmittel oder -gel. Das Gel haftet auf der Oberfläche und wirkt somit besser ein. Lediglich bei hohen Außentemperaturen ist darauf zu achten, dass das aufgebrachte Reinigungsgel nicht eintrocknet. Zudem ist sicherzustellen, dass es sich um ein alkalisches Reinigungsmittel in der korrekten Dosierung nach Herstellerangaben handelt. Nach Ende der Einwirkzeit wird die Fassade nochmals abgespült.

Eine Person reinigt eine Putzfassade mit einem Kärcher Hochdruckreiniger
Ein Mann putzt eine Putzfassade mit einem Kärcher Hochdruckreiniger

Handelt es sich um ölige oder fetthaltige Verschmutzungen, die beispielsweise von Öl- oder Kohleheizungen stammen können, ist der Heißwasser-Hochdruckreiniger eine sehr gute Lösung. Temperaturen zwischen 60° C und 80° C lösen Schmutzkrusten und Ablagerungen schnell und gründlich. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen wie Algen oder Moosen kann die Dampfstufe des Hochdruckreinigers eingesetzt werden. Im Gerät hat der Dampf eine Temperatur von bis zu 155 °C. Wird ein Arbeitsabstand von zehn Zentimetern eingehalten, trifft der Dampf auf der Oberfläche mit etwa 60 °C bis 80 °C auf. Er dringt in alle Poren ein und erlaubt durch eine intensive Reinigung auch die Inaktivierung von Algen und Moosen. Im Vergleich zum Kaltwasser-Hochdruckreiniger verkürzt sich beim Arbeiten mit hohen Temperaturen die Trocknungszeit, so dass Folgearbeiten direkt im Anschluss durchgeführt werden können.

Tipp – Klopftest durchführen, bevor man eine wärmegedämmte Putzfassade reinigt:

Putzfassaden lassen Spuren der Zeit dadurch erkennen, dass Putz und Farbe bröckeln, kreiden oder abblättern. Ein Klopftest hilft zudem dabei, mögliche Hohlräume zu entdecken. Werden solche schadhaften Stellen entdeckt, sollte die Reinigung unterbrochen oder gar nicht begonnen werden, um weitere Schäden zu vermeiden. In diesem Fall steht ein neuer Anstrich oder eine Sanierung an.

eine Person in Schutzkleidung reinigt mit einem Kärcher Höchstdruckreiniger eine Schalung

Vorteile von Heißwasser-Hochdruckreinigern

Mit Heißwasser reinigen Hochdruckreiniger bei gleichbleibendem Druck noch besser. Neben besseren Ergebnissen und einer schnelleren Reinigungs- und Trocknungszeit lässt sich mit Heißwasser-Hochdruckreinigern eine messbare Keimreduktion erreichen. Mithilfe der Dampfstufe können empfindliche Oberflächen sogar mit bis zu 155 °C schonend gereinigt werden. Darüber hinaus ermöglichen die Geräte eine Reduzierung des Arbeitsdrucks, des Zeiteinsatzes sowie der Menge einzusetzender Reinigungsmittel. Die Reinigung mit Heißwasser bietet dadurch einige Vorteile und verschiedene Möglichkeiten, den Reinigungsvorgang zu optimieren.