Steinfassade professionell reinigen | Kärcher

Steinfassade richtig reinigen

So beliebt Natursteinfassaden sind, das Reinigen ist trickreich – denn vor Beginn ist festzustellen, um welches Material es sich handelt, welche Arten und welcher Grad an Verschmutzung vorliegen und wie der Zustand der Fassade generell ist. Je nachdem sind verschiedene Maßnahmen zu ergreifen und Arbeitsmethoden wie Heißwasser-Hochdruck oder Niederdruck-Partikelstrahlverfahren darauf abzustimmen.

eine Person in Schutzkleidung und mit Helm reinigt auf einem Dach eine Steinfassade mit einem Kärcher Hochdruckreiniger

Tipp 1 – Strahlmittel und Korngröße passend verwenden:

Es sind weltweit über 2.000 Strahlmittel verfügbar. Wollen Sie zum Beispiel eine empfindliche offenporige Steinfassade reinigen, müssen das passende Strahlmittel und eine passende Korngröße verwendet werden.

Tipp 2 – Musterfläche anlegen:

Um sicherzustellen, dass die gewählte Methode keine Beschädigungen an der Oberfläche hervorruft, ist zunächst an verdeckter Stelle eine Musterfläche anzulegen, bevor Sie die gesamte Steinfassade reinigen.

eine Person in Schutzkleidung entfernt Graffiti von der Innenseite einer Hauswand

Graffiti entfernen

Die Verfahren zur Graffitientfernung sind vielfältig. Von der Heißwasser-Hochdruckreinigung bis zu verschiedenen Strahlverfahren wird die geeignete Methode nach verschiedenen Faktoren gewählt, etwa nach der Art der Graffitifarbe, dem Material des Untergrunds sowie örtlichen und rechtlichen Bestimmungen. Zudem existieren Schutzmöglichkeiten, damit sich unerwünschte Graffitis komfortabler und für den Untergrund schonender entfernen lassen.

eine Person in Schutzkleidung und mit Helm reinigt eine Natursteinfassade mit einem Kärcher Hochdruckreiniger

Bewachsen oder leicht verschmutzt: Heißwasser-Hochdruck und Dampf

Generell lassen sich für die Fassadenreinigung – selbst, wenn Naturstein zu reinigen ist – klassische Kaltwasser-Hochdruckreiniger verwenden, was auch im gewerblichen Bereich gängige Praxis ist. In Kombination mit Wasserfördermengen bis zu 1.000 l/h, einem passenden Aufpralldruck von maximal 2 bar sowie der zur Anwendung passenden Düse sind gute Ergebnisse zu erzielen. Dabei wird oftmals nicht bedacht, dass der Einsatz von Heißwasser-Hochdruck oder Dampf neben schnellerem Arbeiten weitere Vorteile bietet.

Natursteinfassaden lassen sich mit Heißwasser-Hochdruck, insbesondere mit der Dampfstufe, schonend von biogenem Bewuchs wie Algen, Flechten und Moosen oder tierischen Verschmutzungen befreien. Die feinen Tropfen dringen auch in die Porenräume des Gesteins ein, wo die hohe Temperatur von etwa 95 °C biologische Restpartikel und pflanzliche Sporen abtöten kann. Diese sogenannte Hitzedenaturierung bringt eine nachhaltige Tiefenreinigung, die einen erneuten Bewuchs hinauszögert und somit den nächsten Reinigungseinsatz nach hinten schiebt.

Tipp – halbe Wasserleistung genügt:

Bei halbierter Wasserleistung (ca. 650 l/h) lässt sich in der Dampfstufe bereits ein sehr gutes Reinigungsergebnis erzielen. Mit einem Düsenabstand von 10 bis 20 Zentimeter zur zu reinigenden Fläche liegt der Oberflächendruck bei maximal 0,5 bar.

Hat man es mit säureempfindlichen Oberflächen zu tun, auf denen ein Reinigungsmittel eingesetzt werden muss, so sollte es alkalisch oder neutral sein. Außerdem sollte vor Beginn der Arbeit festgestellt werden, ob der Werkstoff offenporig, also saugfähig ist. Wenn dies der Fall ist, so wird vorgewässert, bevor man beginnt, die Steinfassade zu reinigen, da das Reinigungsmittel sonst in das Material eindringt und Schäden verursachen kann.

Restauratorische Denkmalreinigung_Header

Restauratorische Denkmalreinigung

Die restauratorische Reinigung von Denkmälern stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Unsachgemäßes Vorgehen kann Schäden an unwiederbringlichen Zeugnissen der Vergangenheit hervorrufen. Materialien, Verschmutzungsarten und -grade, Formen und Strukturen – all dies gilt es zu analysieren, mögliche Reinigungstechniken auf Musterflächen zu testen und bei der Umsetzung höchste Sorgfalt walten zu lassen. Zum Einsatz kommen das Niederdruck-Partikelstrahlverfahren, das Heißwasser-Hochdruckreinigen bis zur Dampfstufe, Trockeneisstrahlen, Kompressen oder Lasertechnik.