Japanische Reinigung im Takt des Bahnverkehrs
Damit die tägliche Sichtreinigung im Bahnverkehr während des Betriebs möglich ist, kommt teilweise mehrmals am Tag eine spezielle Methode zum Einsatz: die sogenannte Japanische Reinigung. Das bedeutet, dass ein Mitarbeiter an jeder Tür des ankommenden Zuges steht, bei Halt einsteigt, den Bereich bis zur nächsten Tür sauber macht und dann wieder aussteigt. Dabei wird Grobschmutz eingesammelt und Teppichböden werden mit Akkubesen oder Teppichbürstsaugern gereinigt.
Oberflächenreinigung: Abfahrt für Keime
Für die Oberflächenreinigung empfiehlt sich die Vorkonditionierungs- oder Sprühmethode aus zwei guten Gründen: Erstens wird so vermieden, dass Keime verschleppt werden, da die Tücher nicht wiederholt in derselben Reinigungslösung getränkt werden. Zweitens ist kein Eimer nötig, der in den engen Abteilen transportiert werden müsste. Die Reinigungskraft nutzt dafür 2-mal gefaltete Tücher, die bereits mit der richtigen Menge Reinigungsmittel vorgetränkt sind. Alternativ kann ein Schaumspender eingesetzt werden, um die Reinigungslösung direkt auf das vorbereitete Reinigungstuch aufzubringen. Nachdem die erste Oberfläche mit der ersten Seite des Tuchs gereinigt wurde, wird das Tuch bei jeder weiteren Fläche so lange aufgefaltet, bis alle Seiten benutzt sind. Danach wird das Tuch abgeworfen und ein neues verwendet.